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Meine Gedanken über


Jamey Rodemeyer

Jamey Rodemeyer lebte in Buffalo im US-Bundesstaat New York. Er war ein süßer kleiner 14-jähriger, der sich bereits früh über sich selbst bewusst war, das er Schwul war. Dies lebte er, soweit ihm das möglich war, auch aus. Er trat sehr für LGBT-Rechte ein. Man sah es ihm an, denn er war ein wenig tuntig. Aber das spielt ja keine Rolle, denn sein Schicksal ist bezeichnend für Homophobes Mobbing. Er starb am 18. September 2011. Er tötete sich selbst, erhängte sich am Klettergerüst seiner kleinen Schwester im Hinterhof seines Elternhauses, wo ihn am 18. September 2011 seine kleine Schwester fand. Ich hoffe das er nicht all zulange war, der Todeskampf. So weit wie ich das recherchieren konnte, muss es auch schnell gegangen sein, denn er erhängte sich auf die klassische Variante, also Fall aus mindesten ¾ der Körpergröße und dadurch bedingten Genickbruch. Er schlich sich in dieser Nacht aus dem Haus, befestigte das Seil, das er sich kurz zuvor gekauft hatte, an dem Gerüst und tötete sich. Ich frage mich, was seinen letzten Gedanken waren und ob er geweint hat. Ich glaube schon, denn an irgendeiner Stelle wird wohl sein inneres zu ihm gesagt haben, das er es nicht tun soll.

Was trieb ihn dazu, seinem Leben so früh ein ende zu setzen?

Er wurde massiv von seinen Mitschülern gemobbt. Ich frage mich bis heute, wie dieser junge, der auf allen Bildern so ein hübscher, fröhlicher, glücklicher Mensch ist, das alles so lange ertragen konnte. Fakt ist, das er seinen Tod lange im voraus zu planen begann. Er überlegte sich sehr genau, wie er sterben wollte. Das habe ich herausgefunden, in dem ich sein Blog eingehend studierte. Dort – ich möchte euch die Bilder ersparen – fanden sich Bilder, wie und auf welche weise der Tod durch erhängen herbeigeführt werden kann und wie ein Knoten gebunden wird.

Seine Mitschüler, die ihn nicht nur in der schule, sondern auch via Twitter, tumblr und Facebook quälten, vollzogen an ihm eine regelrechte Gehirnwäsche. Sie redeten ihm ein, das sein Leben unwert sei, das er kein Recht habe zu leben. Das Gott alle schwulen hasst und das er in die Hölle käme. Letzteres glaubte er wohl nicht, denn einem seiner letzten Einträge die er kurz vor seinem Tod postete, war zu entnehmen, das er sich auf ein wiedersehen mit seiner Oma freute, die kurz zuvor gestorben war.

„I always say how bullied I am, but no one listens,“ he wrote Sept. 9. „What do I have to do so people will listen to me?

Die größte Frechheit leisteten sich seine Mörder (ich verwende jetzt in diesem Kontext absichtlich das Wort Mörder, denn sie haben ihn getötet – mit Worten) nachdem er tot war, sie feierten geradezu seinen tot. Wie kann das sein? Wie kommen selbst 14-jährige dazu, jemanden erst zum Selbstmord zu treiben und das danach auch noch zu feiern?

Das, was er anderen gab, gab er sich selbst nicht. Er gab sich selbst nicht die Chance, einen Freund zu finden, den er sich so sehr gewünscht hatte, dieser kleine große Lady Gaga Fan.

Wir vermissen Dich, auch dann, wenn wir uns möglicherweise nie begegnet wären, aber vielleicht gibt es ja doch ein leben nach dem Tod, dann sehen wir uns wieder kleiner, nicht heute, nicht morgen aber später sicher einmal.

http://dieaktuelleantimobbingrundschau.files.wordpress.com/2011/09/jamey-rodemeyer.jpg 

http://www.buffalonews.com/city/schools/article563538.ece

http://de.wikipedia.org/wiki/Jamey_Rodemeyer

http://peace-for-jamey.tumblr.com/

Lady Gaga entsetzt nach Suizid eines 14-jährigen Fans

Kategorien: Bullying, Jamey Rodemeyer, Lady Gaga, Meine Gedanken über, Mord, Suicide | Schlagwörter: , , | Ein Kommentar